SUSANNE eva maria FISCHBACH

RADIERUNGEN - FEDERZEICHNUNGEN - ACRYLBILDER

FineArtPrint & Fotodruck & Giclées

FAQ

 

Frequently Asked Questions - häufig gestellte Fragen zu meinen Bildern beziehen sich, über die inhaltliche Bildidee hinaus, auch auf die Herstellung bzw. die angewandte künstlerische Technik. Allgemeines dazu lässt sich ausführlich in einschlägiger Literatur oder im Internet erfahren. Hier beschreibe ich meine persönliche Vorgehensweise bei den jeweiligen künstlerischen Techniken.

Federzeichnung ...? Tuschezeichnung ...?

Die Tuschezeichnung (benannt nach dem verwendeten Zeichenmaterial ist eine grafische Zeichentechnik, bei der mit Tusche auf Papier gearbeitet wird. Feder, Pinsel, Bambusrohr oder andere Tusche aufnehmende Zeichengeräte können ebenso eingesetzt werden. Die Federzeichnung (benannt nach dem verwendeten Zeichengerät) wird mit der Zeichenfeder und meist auch mit Tusche ausgeführt.

 

Immer arbeite ich mit Feder und Tusche auf Papier. Tinte, flüssige Acryl- oder Aquarellfarben verwende ich nicht zum Zeichnen mit der Feder. Um das Wesentliche auszudrücken ist die Linie mit Tusche und Feder als grafisches Zeichenmittel optimal. 

 

Kurze Strich-für-Strich-Schraffuren finden sich in meinen Arbeiten nicht so häufig. Lieber sind mir materialstrukturbeschreibende, ornamentale Verdichtungen (Ziegel, Risse, Wellen, Blasen, Tropfen, Schnecken, Blätter, ect.), um Tonwertverläufe mit Mitteltönen und Hell-Dunkel-Kontraste zu erreichen.

  

Lavierte Tuschezeichnungen, das Zeichnen auf nassem Papier oder mit Wasser vermalte Tusche, haben einen schönen Zufallscharakter und deshalb gefällt mir diese Technik für die Darstellung von Stimmungen, z.B. beim Beschreiben eines  Gesichtsausdrucks.

 

links: lavierte Tuschezeichnung - Freude (Nr. 26, Bildergalerie Federzeichnungen)

Radierung ...?

Farbradierung mit zwei Platten - Sonnenuntergang  (Nr. 3, Bildergalerie Radierungen) Farbradierung mit 2 Platten - Sonnenuntergang

Eine Radierung ist eine künstlerische Druckgrafik, die im Tiefdruckverfahren hergestellt wird. Die Radierung hat eine lange Geschichte. Die ersten Drucke wurden im 15. Jahrhundert von Waffenschmieden und Goldschmieden hergestellt, indem sie Ruß in die geritzten und geätzten Vertiefungen ihrer metallenen Gegenstände rieben (Nielloarbeiten) und davon Abdrücke der Verzierungen auf Papieren, aus den damals zeitgleich entstandenen ersten Papiermühlen, machten.

 

Heute existieren zwei elementare Verfahrensweisen der Radiertechnik: Kaltnadelradierung und Ätzradierung. Bei der Kaltnadelradierung wird mit einer Radiernadel aus Stahl in Zink- oder Kupferplatten geritzt (lat.: radere  - kratzen, wegnehmen). Die Zeichnung kann als haarfeiner Ritz oder tiefe Furche ausgeführt werden. Entsprechend viel Druckfarbe kann darin haften bleiben und verschiedene Tonwerte beim Drucken auf angefeuchtetem Büttenpapier ergeben. Eine meiner ersten Radierungen 'Der unterdrückte Mann' (Nr. 36, Bildergalerie Radierungen) ist eine reine Kaltnadelradierung.

 

 

Bei der Ätzradierung wird unter Verwendung einer Ätzflüssigkeit die Vertiefung (Rille) auf der Druckplatte erzeugt. Dazu ist es nötig diese mit einer säurefesten Abdeckschicht zu versehen, in die ohne geringen Materialwiderstand leicht und schwungvoll mit der Radiernadel gezeichnet werden kann. Nach dem Säurebad wird die Platte mit Wasser abgespült und der Abdecklack mit Terpentin entfernt. 'Schwein gehabt' (Nr. 46, Bildergalerie Radierungen) ist eine reine Linien-Ätzradierung ohne Aquatinta.

 

Mezzotinto ist eine manuelle Schabtechnik, bei der zunächst "kalt" (ohne Ätzmittel) mit Stahlwiegemessern aufwändig die Platte aufgeraut wird, um anschließend durch unterschiedlich starkes Herausschaben der Vertiefungen die Hell-Dunkel-Werte als weich verlaufende Grauwerte flächig darzustellen. Diese Technik wurde schon 1768 von dem praktischeren Verfahren der Aquatinta weitgehend abgelöst.

 

Als Aquatinta bezeichnet wird eine Ätzradierung, bei der die verschiedenen Hell-Dunkel-Werte der Flächen im Ätzverfahren entstehen. Feiner Kolophoniumstaub wird auf die Platte geschmolzen. Nach mehreren Ätzvorgängen und dazwischenliegendem Abdecken mit Asphaltlack sind malerische Farbtonabstufungen erreicht. 'Der letzte Baum auf der Glentleitn' (Nr. 5, Bildergalerie Radierungen) hat, durch mehrere Säurebäder solche Abstufungen im Gelände, der Baum ist der Abdruck einer echten Distel mit Vernis mou.

 

Vernis mou wird eine Weichgrundätzung genannt, bei der ein geschmeidiges Wachs als Säureschutz auf die erwärmte Druckplatte aufgewalzt wird. Strukturierte Materialien (Pflanzen, Federn, Textilien) können aufgepresst werden. Beim Abziehen entfernt sich an den Kontaktstellen das Wachs von der Platte. An diesen freigewordenen Stellen kann die Säure angreifen und ermöglicht eine charakteristische Wiedergabe der Oberflächenstruktur des verwendeten Gegenstands. Bei meiner Radierung 'Papagei mit Rosenzweig' (Nr. 26, Bildergalerie Radierungen) wurde ein echter Rosenzweig, Federn und ein Weinkorken verwendet. Zeichnungen auf grob- oder feingekörntem Papier, die auf der Vernis mou beschichteten Platte, mit verschiedenen Stiften (Bleistifte unterschiedlicher Härten, Kugelschreiber, Holzstöcken) ausgeführt werden, geben den Charakter des Zeichenstifts und die Struktur des aufgelegten Papiers im Druckergebnis der Radierung wieder. Für letzteres sind meine Radierungen 'Erdefunkstelle - Raisting' (Nr. 51, Bildergalerie Radierungen) und 'Ente unter Fischen' (Nr. 24, Bildergalerie Radierungen) ein Beispiel.

 

Zinkplatten sind meine bevorzugten Radierplatten, weil der Ätzvorgang in der farblosen Salpetersäure gut zu sehen ist und nur wenige Sekunden dauert. Sie ätzt temperaturabhänig agressiv und gegebenenfalls unregelmäßig, den Strich verbreiternd. Eisen(III)chlorit wird zum Ätzen von Kupferplatten eingesetzt. Es hat eine rotbraune Farbe, sodass die Kupferplatte beim Ätzvorgang nicht zu erkennen ist. Das Ätzen kann bis zu 30 Minuten in Anspruch nehmen. Die gleichmäßige, präzise Tiefe der Ätzung hat Strichcharakter und ist weniger malerisch.

 

Mehrplattenfarbradierung ist die aufwendigste Form verschiedene Farben bei einer Radierung zu erzielen. Einfacher ist es, den fertigen Druck zu colorieren oder die unterschiedlichen Farben vor dem Drucken auf die Platte aufzubringen. Das Motiv wird beim Mehrplattendruck auf weitere gleich große Platten übertragen, die entsprechend andere Farben erhalten. Die Reihenfolge des Druckens erfolgt von der hellen zur dunklen Farbe.

 

Bei meinen Radierungen arbeite ich mit allen beschriebenen Radiertechniken, oftmals auf einer Platte. Als Beispiel dafür steht meine Radierung 'Sonnenuntergang' (Nr. 3, Bildergalerie Radierungen). Sie ist eine Linien-Ätzradierung mit Aquatinta ohne Vernis mou, einer gelben und einer blauen Platte.

 

 

Acrylmalerei ...?

Acryl auf Leinwand - Tigerlippe (Unfertiger Zustand)

Acrylfarben wurden in den 1930er-Jahren zuerst in den USA hergestellt. Als Fassadenfarben war diese neue Erfindung zunächst für die Industrie interessant. Bald jedoch experimentierten bekannte Künstler wie Roy Lichtenstein und David Hockney damit und wurden in den 50ern als Pop-Art-Künstler berühmt. 

 

Das Neue der Acrylfarbe sind die enthaltenen Bindemittel. Synthetisches Acrylat ist ein flüssiges milchiges Kunstharz. Durch Verdunstung trocknet es zu einem elastischen Film, der hart und nicht mehr wasserlöslich ist. Die große Leuchtkraft der enthaltenen hochwertigen Pigmente, ist auf allen Malgründen ausgezeichnet.

 

Vorteil gegenüber der Ölfarbe ist, dass keine geruchsintensiven Lösungsmittel enthalten sind und die Malwerkzeuge mit Wasser gereinigt werden können, solange die Farbe nicht getrocknet ist. Das vergleichsweise schnelle Trocknen der Acrylffarbe gegenüber der Ölfarbe, lässt ein rasches Übermalen zu.

 

 

 

Die Beschaffenheit der Acrylfarbe kommt meinen Bild- und Gestaltungsideen sehr entgegen. Große, gleichmäßig einfarbige Flächen lassen sich damit gut anlegen, obwohl es gerade auf Leinwand mehrere Farbaufträge benötigt, um einheitliche Flächen zu erzielen. Die Farben lassen sich miteinander mischen, worauf ich jedoch weitgehend verzichte und lieber die Farbtonunterschiede von verschiedenen Herstellern nutze. Das erleichtert die Wiederverwendung eines einmal gewählten Farbtons. Darüberhinaus hat die daraus resultierende Einschränkung dennoch einen spannenden Aspekt.

 

Meine großen Acrylbilder skizziere ich grob mit weichem Bleistift auf die Leinwand und lege dann die genauen Umrisse mit einem schwarzen Acrylstift fest. Je nach dem, wie sich das Bild entwickelt, werden die Linien weiter mit dem Stift oder mit Pinsel und schwarzer flüssiger Farbe gezogen. Zu allen Gemälden erstelle ich zusätzlich eine kleine Vorlage, um die Farbflächen nummerieren zu können und die vorher im Entwurf bestimmte Farbe einzutragen. Spontanes Spiel mit der Farbe findet während des Erstellen des Entwurfes statt.  Dazu setze ich den PC mit einem einfachen Malprogramm ein - Maus und Kännchen! Bis zur endgültigen Version ist das Entwickeln des Bildes ein überraschend spontanes Experiment mit den gliedernden Gegensätzen farbverschiedener Partien.

 

 

 

FineArtPrint & Giclée & Fotodruck ...?

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Der Begriff FineArtPrint ist augenblicklich nicht einheitlich definiert. Fotodruck bedeutet mehr oder weniger das Gleiche. Beides sind Bildreproduktionen mit hoher Punktdichte (dpi - dots per inch). Von meinen Arbeiten bezeichne ich diejenigen Bilder, die ich selbst mit meinem Drucker auf Leinwand gedruckt habe, als FineArtPrints.

 

Als Fotodrucke sind meine Bilder bezeichnet, wenn sie von einem Fotodienst hergestellt wurden. Dabei handelt es sich hauptsächlich um großformatige Arbeiten auf Leinwand, Blech oder Acrylglas.

 

FineArtPrints & Fotodrucke heben sich meiner Meinung nach vom normal vervielfältigten Bild (Kunstdruck) aufgrund der Verwendung spezieller Leinwände oder anderer hochwertiger Untergründe mit den jeweiligen qualitativen Eigenschaften (Grammatur, Material- struktur, Oberflächenbeschaffenheit) ab. Die verwendete Druckerfarbe ist fabrikatsabhängig vom Drucker und trägt maßgeblich zum guten Ergebnis bei. Durch Signatur und Limitierung und ein Siegel ist die Urheberschaft meiner Exponate ausgewiesen.

 

 

oben: digitales Format für FineArtPrint & Fotodruck - Tigerlippe

           (Nr. 28, Bildergalerie Malerei)

 

Als Giclée wird das Ausdrucken von großformatigen, künstlerischen, digitalen Bildern mit Tintenstrahldruckern bezeichnet.

Die Bezeichnung ist abgeleitet von französisch „gicler“ für „spritzen, sprühen“ und wird gelegentlich auch anglifiziert als „giclee“ verwendet. Sie wurde erstmals für die „Iris-Drucke“ verwendet, die in den frühen 1990er Jahren auf dem Scitex-Drucker Iris Model Four gedruckt wurden. Er war auf die Ausgabe von Probedrucken spezialisiert, mit denen Bilder vor der Massenproduktion begutachtet wurden.

Giclée steht allgemein für hochaufgelöste, großformatige Ausdrucke auf Tintenstrahl-Druckern mit lichtechten farbstoff- oder pigmentbasierten Tinten. Bei diesen Drucken werden üblicherweise sechs bis zwölf verschiedenfarbige Tinten verwendet.

Obwohl diese Art Ausdrucke zunächst nur für Testzwecke gedacht war, verwenden viele Künstler und Fotographen Tintenstrahldrucker inzwischen als eine Alternative zur Lithographie bei der Herstellung kleinerer Auflagen oder Reproduktionen. Die Kosten sind bei kleineren Stückzahlen viel geringer als bei anderen Herstellungstechniken (Quelle: Wikipedia)

 

Hochwertige FinArtPrint-Untergründe haben gegenüber normalem Fotopapier eine eher matte und poröse Oberfläche, die einem gemalten Kunstwerk erstaunlich nahe kommt. Ich halte diese Drucktechnik für ein modernes Gestaltungsmittel, das auf der Höhe der Zeit seinen Platz neben den alten Drucktechniken in der Kunst hat. Die Akzeptanz dieser Technik als künstlerisches Darstellungsverfahren wächst stetig.

Zwei Ausschnittvergrößerungen des Auges von meinem Bildthema 'Tigerlippe' - Acryl auf Leinwand und FineArtPrint (Giclée) der digitalen gestalteten Version auf Leinwand im Vergleich.

 

 

 

Zur weiteren Vergrößerung - Klick auf das Bild.

ÉDOUARD MANET (1832-1883)

"Hätte ich doch nur eine geistvolle Maschine, die so zu reproduzieren vermöchte, dass die Beschaffenheit vom Original sich nicht mehr trennen ließe. Ich wäre nicht nur ein gemachter Mann, ich wäre auch endlich die Sorge los, wie meine Werke der Allgemeinheit am ehesten zugänglich gemacht werden könnten."  (Quelle: ars momentum, Über die Kunst, Kunst zu verkaufen, Ralf Maurer)

 

Danke für den Besuch !

 
 
 
 
 
 
 

 

 

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Ausstellungen

Aktuelle Termine

An dieser Stelle gibt es Informationen zu meinen geplanten Aktivitäten. Bis dahin wünsche ich meinen Freunden und Besuchern viel Spaß beim Betrachten meiner Homepage.


 (Mein Bild: Traumpfad)

 

JAHRESAUSSTELLUNG

11. 07 bis 14. 09 2019

Eröffnung mit Jahresausstellung

Kunstrefugium

Kunsttreff Moosach (Neu!)

80997 Moosach, Donauwörther Straße 51

 

"Alles auf Anfang"

Reguläre Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mittwoch: 17.07.; 24.07.; 31.07.; 07.08.; 14.08.; 21.08. 28.08.; 14.09.; 11.09.
Samstag: 13.07.; 20.07.; 27.07.; 03.08.; 10.08.; 17.08.; 24.08.; 31.08.; 07.09.; 14.09.
Je 15 – 19 Uhr
Vernissage: 11.07. 19 – 22 Uhr Getränkeverkauf!
 

 

Veranstalter

Kunstrefugium e.V., Laibacherstraße 4, 81669 München

Tel: 089/650562, info@kunstrefugium.de

www.kunstrefugium.de

 



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Schnappschüsse

Arbeit im Atelier:

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