Ogschwemmt 2.0 -BLAUES HAUS - Dießen am Ammersee

Ogschwemmt 2.0 im Blauen Haus in Dießen

Im Kulturforum Blaues Haus in Dießen am Ammersee war die Themenausstellung „Ogschwemmt 2.0“ des Kunstrefugium e.V. zu sehen. Während der Laufzeit war die Ausstellung werktags sowie am Wochenende geöffnet.

 

Die Künstlervereinigung Kunstrefugium e.V. bezog sich mit dem Titel bewusst auf den Ausstellungsort. „Ogschwemmt“ zog sich als roter Faden durch die gezeigten Arbeiten. Manche Werke griffen das Thema ganz unmittelbar auf und zeigten Landschaften, Uferzonen, Seen, Flüsse, Strände, Stege, Fundstücke oder Schwemmholz. Andere näherten sich dem Motiv eher abstrakt oder metaphorisch und eröffneten freiere Assoziationsräume.

Gerade durch die große Bandbreite der künstlerischen Techniken entstand eine facettenreiche und abwechslungsreiche Werkschau. Die 29 Ausstellenden arbeiteten mit Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Grafik und Installation und verliehen dem gemeinsamen Thema sehr unterschiedliche Ausdrucksformen.

Das Thema „Ogschwemmt“ hatte der Verein bereits einige Jahre zuvor bei einer Werkschau am Chiemsee aufgegriffen, weshalb die Ausstellung in Dießen den Beinamen 2.0 trug. Bei der Vernissage waren viele der beteiligten Künstlerinnen und Künstler anwesend; musikalisch wurde der Abend von Ferdinand P. & Friends begleitet. Gabriela Popp fertigte dabei schnelle Besucherporträts an.

Zu den besonderen Programmpunkten gehörten Lesungen von Alexandra Walczyk aus ihren „Wassergschichten“ sowie ein kostenloser Mini-Foto-Schnupperkurs mit Regina Merl. Treffpunkt war das Blaue Haus; gearbeitet wurde anschließend im Außenraum zwischen Haus und Seeufer. Den Abschluss bildete eine Finissage mit Artist Talk, bei der das Publikum eingeladen war, sich aktiv am Austausch zu beteiligen. Den spontanen Clownsauftritt von Angela Widholz haben die Besucher mit viel Applaus quittiert.

 

„Treibgut“ – gelungene Installation bei Ogschwemmt 2.0

Die Installation „Treibgut“ erwies sich als ein besonders gelungener Beitrag innerhalb von Ogschwemmt 2.0. Unterschiedliche Kunstwerke und beschriftete Steine wurden frei auf dem Boden arrangiert und fügten sich zu einem offenen, vielschichtigen Gesamtbild zusammen, das an angeschwemmte Fundstücke erinnerte.

Gerade die Vielfalt der eingebrachten Arbeiten machte den Reiz der Installation aus. Jedes Werk brachte eine eigene Geschichte, Form und Stimmung mit und fand dennoch selbstverständlich seinen Platz im gemeinsamen Arrangement. So entstand im Blauen Haus eine dichte, poetische Landschaft aus Kreativität, Begegnung und überraschenden Bezügen zwischen den einzelnen Beiträgen.

Zusätzliche Materialien von Richard Schleich, Susanne Fischbach und Ingrid Müller, und i. Bes. Ingrids Arangement des Treibguts, setzten weitere Akzente und stärkten den installativen Charakter der Arbeit. Dadurch gewann die Ausstellung noch mehr Tiefe und blieb als lebendiges Gemeinschaftsprojekt in Erinnerung.